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Mittwoch, 20. September 2017

Friedhofskataster

Auch Friedhöfe müssen verwaltet werden. Mit dieser Aufgabe müssen sich Kommunen und kirchliche Einrichtungen auseinandersetzen. Dabei geht es oft nur um (manchmal scheinbar) einfache Fragen wie:

Welche Grabstätten sind belegt?

Wann werden in welchen Bereichen welche Flächen frei?

Wie ist das Gebührenaufkommen?

Klassische Aufgaben für ein Kataster. Eine technische Lösung wäre eine Software für den PC, welche bei der Bearbeitung solcher Probleme hilft. Diese digitalen Kataster sind oft auch noch gekoppelt mit einem sog. Geo-Informationssystem bzw. Geodaten (vereinfacht gesagt Luftbildern, Friedhofsplänen usw.). Sogar Anbindungen an mobile Geräte wie Tablets sind kein Problem.

Doch wie sieht die Praxis vielerorts aus? Oft bestehen diese Kataster noch aus zwei Elementen:

Zum einen wird noch mit Plänen auf Papier gearbeitet, also analog, wie wir EDV‘ler sagen. Viele dieser Pläne sind alt, manchmal sogar schon historische. Nicht selten sind diese hoffnungslos veraltet und nicht mehr aktuell, oft mehrfach übermalt und beschriftet. Es existieren meist nur wenige Kopien oder nur noch ein einziges Original.


Ausschnitt aus historischem Plan
Zum anderen gibt es daneben Listen oder Bücher, in denen die Grabstellen aufgelistet sind. Dazu stehen nicht nur Abteilung, Reihe oder Nummer der Grabfläche, sondern auch Name, Frist bis zur Auflassung usw. Diese Listen werden ständig geändert, Randnotizen sind kaum noch lesbar und an dem Papier nagt manchmal auch schon der Zahn der Zeit.

Das hat sich halt so im Laufe der Zeit entwickelt und irgendwie ging das ja auch bisher, aber so kann es auf Dauer doch nicht mehr weitergehen. Und nun?

Jetzt würde, wie oben erwähnt, natürlich eine professionelle Software helfen. Da gibt es einige sehr gute Programme, leistungsfähig und zuverlässig. Eines zu nennen, hieße andere benachteiligen. Daher unterlasse ich das an dieser Stelle, denn alle haben ihre Vor- und Nachteile.

Die Programme helfen nicht nur bei den einfachen Aufgaben und Fragen des Tagesgeschäftes. Sie können bei vielen Problemen unterstützen: Wann müssen wo welche Grabsteine auf Standsicherheit geprüft werden? Wo ist das Leitungssystem verlegt und wo der nächste Absperrhahn? Fragen der Wartung, der Grünflächenpflege, Nutzungsverträge usw., vieles ist möglich.

Schön und gut, aber: Das kostet doch bestimmt? Muss ich dann etwa diverse Schulungen besuchen? Wie hoch sind denn die Einstiegshürden?
Oder geht’s nicht auch ‘ne Nummer kleiner?

Zu letzterer Frage etwas später. Insbesondere größere Verwaltungen für Friedhöfe werden aber über kurz oder lang nicht um eine solche Software herumkommen.

Klar ist hier erst einmal zu investieren. Neben der Anschaffung ist hier natürlich auch die Schulung zu berücksichtigen. Aber es lohnt sich. Die Investition rechnet sich und die Arbeit wird erheblich erleichtert.

Falls Sie sich nun schon wundern, warum wir als GIS-Fuzzis zum Thema Friedhöfe schreiben:

Neben der Software und der Schulung benötigen Sie natürlich auch noch (Geo-)Daten für Ihre neue Software. Und hier kommen wir ins Spiel!

Ihr Bestandsplan bzw. die Grabflächen und -felder müssen ja irgendwie in den Rechner und in die neue Software importiert werden.

Eine mögliche Grundlage wäre, den alten analogen Papier-Plan zu nutzen. Den können wir natürlich digitalisieren und dann in das digitale Kataster importieren.

Oft ist der ja aber veraltet. Normalerweise müsste dann eine Vermessung erfolgen, bei der alle notwendigen Informationen erfasst und in den Rechner übertragen werden. Auch hier unterstützen wir gerne.

Diese klassische Vermessung kann jedoch sehr aufwendig sein. Eine Alternative wäre eine Befliegung des Friedhofes mit unserer Drohne. Das ist schnell erledigt und wenn es notwendig und möglich ist, fliegt das Ding auch unter Bäumen. Die hochaufgelösten und entzerrten Luftbilder, die wir damit produzieren, sind die ideale Datenbasis. Darauf werden Gräber, Wege, Urnenfelder uvm. einfach, schnell und exakt erfasst, bzw. digitalisiert. Und das sehr genau. Einer herkömmlichen Vermessung stehen diese Daten in nichts nach, im Gegenteil.


digitales Kataster

Zum einen haben Sie nun hochwertige Basisdaten für Ihr Kataster. Wir liefern die Daten in allen gängigen Geodaten-Formaten, einlesbar in jede gängige GIS- bzw. Kataster-Software. Diese Einstiegshürde wäre also genommen!

Zum anderen bereiten wir die Daten auch grafisch auf und Ihnen liegt so ein aktueller und auch ansprechender Bestands-Plan des Friedhofes vor. Den können Sie großformatig drucken, vervielfältigen und auch anderweitig nutzen, z.B. als Planungsgrundlage für gestalterische Maßnahmen usw.

Sie schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe!

Versprochen war weiter oben ja, dass ich auch noch einmal auf die Frage „Geht’s ‘ne Nummer kleiner“ eingehe.

Klar, nicht immer sind die großen Standard-Programme die richtige Wahl. Gerade für kleinere Verwaltungen und Friedhöfe ist ein umfangreiches Programm manchmal wie „Mit Kanonen auf Spatzen schießen“. Viele Funktionen werden gar nicht oder nur sehr selten benötigt.

Ist das unbedingt notwendig? Auch hier könnten wir Abhilfe schaffen.

Es gibt eine einfache kostenlose (GIS-)Software in die wir u.a. Luftbilder, Pläne und das digitale Kataster einbinden können. Dort kann jede Grabfläche einzeln angeklickt werden. Bücher und Listen, also die Sachdaten müssen ebenso in eine digitale Form gebracht werden, so können wir z.B. leicht angepasste Excel-Dateien mit dem Kataster verknüpfen, um so bei einem Klick auf eine Grabfläche alle Sachinformationen dazu angezeigt zu bekommen.


digitales Kataster und Sachdaten verknüpft in GIS-Software

Alle Daten, die in Ihren Listen stehen, lassen sich nun auch grafisch in einer Karte anzeigen, z.B. eine farbliche Darstellung der Auflassungen in den nächsten 3 Jahren, freie Flächen usw. Alles mit nur einem kostenlosen und einfach zu bedienenden Programm, mit dem Sie eigene Karten auch ausdrucken können.

Die Einstiegshürden sind hier also niedrig und budgetfreundlich.

Wenn es funktioniert und Sie sich eingearbeitet haben, ließe sich das Werkzeug Schritt für Schritt erweitern. Sie wollen irgendwann Leitungen, Wasserstellen, Außenmöblierung usw. integrieren? Kein Problem. Die Planung der Grünflächenpflege oder des Winterdienstes soll nun mittels Software erleichtert werden? Schnittstellen für kleinere Programmierungen sind vorhanden.

Und wenn Sie doch einmal zu einer großen Lösung umsteigen wollen?

Die vorherige Arbeit war nicht umsonst! Ihre Daten können in allen größeren Programmen ohne größeren Aufwand importiert werden.


Also, fragen Sie uns.

Ob Digitalisierung, Vermessung oder Befliegung. Ob Bestandsplan, kleine oder große Software.
Wir können Ihnen helfen.

Precision Farming: Landwirtschaft 4.0

Mein Name ist Britta Lückmann und ich bin seit 2010 bei Masuch Geoinformation. Vorher habe an der Universität Osnabrück Wirtschafts- und Sozialgeographie (Diplom) studiert. Hier bin ich vor allem für GIS-Analysen, Denkmalkartierung und thematische Kartographie sowie für den Bereich Landwirtschaft zuständig.

Heutzutage reicht es nicht mehr, sich nur auf die Erfahrungen vorheriger Generationen zu verlassen um einen Landwirtschaftsbetrieb erfolgreich zu führen. Auch Landwirte müssen vieles im Blick haben, um bestehen zu können.

Nicht nur sich häufig wandelnde Verbraucher-Wünsche, globaler Wettbewerb und stetig steigende Kosten für Ackerflächen zwingen zu effizientem Arbeiten auch in der Landwirtschaft. Wachsende Anforderungen seitens Umwelt- und Naturschutz erhöhen zusätzlich den Druck. Besonders die Förderung extensiver Landwirtschaft und die Vermeidung von übermäßiger Düngung spielen hierbei eine wichtige Rolle. Die Akquise von damit verbundenen Fördermitteln für den Betrieb gehört ebenfalls zum Geschäft.

Neue Technologien kommen als Themenfeld noch hinzu. Die bieten aber auch Chancen, die benannten Probleme zu lösen. Der optimale Einsatz von Düngemitteln in Hinsicht auf Ökologie, Ertrag und Kosten kann z.B. mit Hilfe von teilschlagbezogener Landwirtschaft unterstützt werden (ein Teil von Precision Farming).

Wir als GIS-Dienstleister arbeiten dazu eng mit Landwirten, geschulten Probenehmern und einem Labor zusammen.

In Abstimmung mit dem landwirtschaftlichen Betrieb erarbeiten wir auf Grundlage der Schlaggrenzen (aus der Schlagkartei des Betriebes) ein Raster für die Beprobung. Dabei werden sowohl die örtlichen vorliegenden Bodenverhältnisse, das Relief als auch die Bearbeitungsrichtung der Äcker und Grünlandflächen berücksichtigt. Probeflächen von drei bis fünf Hektar Größe bieten dabei ein gutes Aufwand-Nutzen-Verhältnis.

Abb. 1 Schlag vor der Teilung
Abb. 2 standardmäßig geteilter Schlag


Diese Flächen übergeben wir dem Probenehmer auf einem mobilen Gerät (z.B. Tablet). Der Probenehmer nimmt dann die Beprobung mittels Mischprobe vor und schickt alles an das Labor, das sich um die Auswertung kümmert. Der abschließende Bericht enthält für den Landwirt wichtige Angaben zur Bodengruppe, Gehalt von Kalium, Magnesium und Phosphor, sowie dem pH-Wert. Je nach Bodengruppe ergeben sich für die Nährstoffe eigene Klassen (A - sehr niedrig bis hin zu E - sehr hoch). Diese Klassen werden auf je einer eigenen Karte für die beprobten Flächen dargestellt.

Abb. 3 Kalium-Nährstoffkarte
Abb. 4 Auszug aus dem Laborbericht (Nährstoffklassen)
Bei einigen Betrieben wenden wir ein spezielles Proberaster auf Grundlage der Bodenschätzung an: Hier werden die Schläge nicht anhand der oben genannten Faktoren (Relief etc.) geteilt, sondern durch die Flächen der Bodenschätzung. Die Bodenschätzung gibt Auskunft über die Beschaffenheit und natürliche Ertragsfähigkeit des Bodens. Darin enthalten sind Angaben über die Bodenart und die Acker- bzw. Grünlandzahl der jeweiligen Fläche, sodass hier zwischen ertragreichen und ertragsarmen Flächen unterschieden werden kann.

Bei der Beprobung nach diesem Verfahren, fassen wir Flächen mit sehr ähnlichen Eigenschaften zusammen.
Abb. 5 Bodenschätzung
Abb. 6 Teilflächen nach Bodenschätzung

Zusätzlich zum Untersuchungsergebnis enthält der Probebericht die Düngeempfehlung für den Landwirt. Abhängig von der vorherigen Frucht und dem erwarteten Ertrag der Folgefrucht wird angegeben, wie viel Dünger (in kg) pro Hektar ausgebracht werden sollte, um eine optimale Ernte zu erreichen. Außerdem kann berücksichtigt werden, wie viel Stickstoff noch im Boden enthalten ist (N-min-Untersuchung) und wie viel die geplante Frucht dem Boden entziehen wird. Auch dieser Faktor muss durch Düngung aber auch sinnvolle Fruchtfolge ausgeglichen werden.

Abb. 7 Auszug aus dem Laborbericht (Düngeempfehlung)


Die Daten aus der Düngeempfehlung können mit Hilfe spezieller Programme auf GPS-gesteuerte Traktoren mit dazu passenden automatischen Kalkstreuern oder Düngerspritzen übertragen werden. Damit hat der Landwirt die Möglichkeit, (fast) vollautomatisch zu düngen. Theoretisch ist es so auch möglich ohne Fahrer zu arbeiten, da die Maschinen aufgrund der GPS-Steuerung genau wissen, an welchem Punkt auf dem Schlag sie sich befinden. Wechselt der Traktor in eine andere Parzelle, reagiert der mit dem GPS verbundene Computer und ändert je nach Vorgabe die Mischung an Düngemitteln. Es wird also vermieden, dass gut versorgte Bereiche überdüngt und unterversorgte Bereiche nicht genug gedüngt werden.

Neben der vollautomatischen Düngung erfassen einige der Ernte- und Bewirtschaftungsmaschinen auch GPS-bezogene Daten bei der Saat und der Ernte. So können neben den Umrissen der Schläge auch Statistiken erzeugt werden, die Auskunft darüber geben, wie viel Saat verbraucht wurde und wie viel auf welcher Parzelle geerntet wurde.

Mit Hilfe spezieller Agrar-Software, kombiniert mit passenden GIS-Erweiterungen können diese Daten und die Ergebnisse aus der GPS-Beprobung auf dem PC sichtbar gemacht und ausgewertet werden.

So ergibt sich über das Wirtschaftsjahr hinaus eine umfangreiche Sammlung an Daten und digitalen Karten, die dem Landwirtschaftsbetrieb dabei helfen, die vergangenen Jahre zu reflektieren und die Planung für kommende Jahre zu vereinfachen.

Noch nutzen nicht alle Betriebe das volle Potential teilflächenbezogener Landwirtschaft aus. GPS-bezogene Beprobung ist in den meisten Betrieben mittlerweile jedoch bekannt und wird als Anhaltspunkt für die Düngung der Schläge genutzt. Die automatisierte Düngung per GPS wird noch nicht flächendeckend eingesetzt. Aber mit dem Ersatz alter Technik wird sich auch dies durchsetzen.

Teilflächen-Management und GPS-gestützte Bodenbeprobung ist natürlich nur ein Aspekt moderner Landwirtschaft. Und ob man das nun als Teil von Precision Farming ansieht oder in den Begriff Landwirtschaft 4.0 steckt, eines ist sicher klar: Der Trend zur Digitalisierung auch in der Landwirtschaft ist eindeutig und unumkehrbar.


Übrigens:

Als Geodaten-Dienstleister können Ihnen auch bei der Beschaffung diverser Fachdaten helfen:

Wie wäre es bspw., wenn Sie in Ihrer Schlagkartei Bodenkarten oder die Reichsbodenschätzung unter Ihre Schlaggrenzen legen können?

Oder wie wäre es mit aktuellen und hochaufgelösten Luftbildern? Dafür befliegen wir Ihre Flächen mit unserer Drohne.

Vielleicht können wir Ihnen auch dabei helfen, Ihre Ertragsdaten in Ihre Software einzubinden?

Fragen Sie uns einfach!